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Haschisch-Debatte in Großbritannien

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Haschisch-Debatte in Großbritannien

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Der Genuss von Haschisch spielt in der britischen Politik gerade eine ganz besondere Rolle: Einerseits will es Innenministerin Jacqui Smith möglicherweise wieder eine Drogenklasse höher einstufen; der Besitz würde dann wieder bestraft. Andererseits musste sie gerade zugeben, als Jugendliche selbst Haschisch geraucht zu haben. Und sie gesteht mehr ein als andere in ähnlichen Lagen: Ja, sie habe auch inhaliert. Aber natürlich war das falsch – warum? Es war gegen das Gesetz.

Diese Erkenntnis musste erst reifen: Mit neunzehn war die Innenministerin davon offenbar noch nicht ganz überzeugt. Ihr Umfeld ist auch heute noch bedenklich: Gleich mehrere Minister haben jetzt schon Haschischrauchen in ihrer Jugend zugegeben. Oppositionsführer David Cameron blockt solche Fragen lieber ab – Privatsache. Bei einem Vortrag zu dem Thema vor jungen Leuten schien sein Fachwissen allerdings enorm – Cameron brach dann doch lieber ab.

Es ging um neue, stärkere Haschischarten, wie den so genannten Skunk. Genau deswegen prüft die Regierung jetzt auch, ob die Droge wieder hochgestuft wird. In den letzten drei Jahren war Haschisch in der gleichen Klasse eingestuft wie zum Beispiel Beruhigungsmittel.