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Kosovo-Regierungschef für einseitige Unabhängigkeitserklärung der Provinz

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Kosovo-Regierungschef für einseitige Unabhängigkeitserklärung der Provinz

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Der Ministerpräsident des Kosovo, Agim Ceku, hat für den 28. November eine Unabhängigkeitserklärung der südserbischen Provinz angeregt. An diesem Tag, der von den Albanern als so genannter Flaggentag gefeiert wird, könnte das Parlament des Kosovo einseitig die Souveränität des neuen Staates verkünden, so Ceku. Er habe den Vorschlag bereits seinen Kollegen im “Unity Team” unterbreitet. Allerdings ließ Ceku offen, ob das Gremium zugestimmt hat.

Die Unabhängigkeit des Kosovo wird von den rund zwei Millionen Albanern vehement gefordert. Serbien lehnt dies allerdings ab. Belgrad bietet der Provinz stattdessen eine weitgehende Autonomie und wird von Russland unterstützt. Ceku sieht daher keine Chance mehr auf Billigung der Unabhängigkeit durch den UN-Sicherheitsrat – dieser Prozess sei fehlgeschlagen, sagte er. Seit Juni 1999 wird das Kosovo von den Vereinten Nationen verwaltet. Der UN-Vermittler Martti Ahtisaari hatte ein Jahr lang versucht, einen Kompromiss zwischen Pristina und Belgrad zu erreichen.