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Kosovo: Regierungschef schlägt konkreten Termin für Unabhängigkeitserklärung vor

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Kosovo: Regierungschef schlägt konkreten Termin für Unabhängigkeitserklärung vor

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Die Diskussion um die Unabhängigkeit des Kosovo verschärft sich. Der kosovarische Ministerpräsident Agim Ceku hat den 28. November als Tag für eine Unabhängigkeitserklärung der Provinz vorgeschlagen. An diesem Tag, der von den Albanern als Flaggentag gefeiert wird, könnte das Parlament des Kosovo einseitig die Souveränität des neuen europäischen Staates verkünden, sagte er. Eine Chance, im UN-Sicherheitsrat eine Billigung für die Unabhängigkeit zu erhalten, sieht Ceku nicht mehr – und wird darin von den USA unterstützt. Diese erklärten die Verhandlungen im Sicherheitsrat für gescheitert und kündigten neue Gespräche außerhalb des Gremiums an. Über eine neue Kosovo-Resolution wurde im Sicherheitsrat gar nicht mehr abgestimmt. Russland, das Serbien in der Ablehnung eines unabhängigen Kosovo unterstützt, hatte auf seinem Veto beharrt.

Während die rund zwei Millionen Kosovo-Albaner die Unabhängigkeit verlangen, sind die Kosovo-Serben sowie Belgrad für einen Verbleib der Region im Staatsverbund. Derzeit wird das Kosovo von den Vereinten Nationen verwaltet.