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Nahost-Quartett berät über weitere Schritte

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Nahost-Quartett berät über weitere Schritte

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Das so genannte Nahost-Quartett ist in Lissabon zusammengekommen. In der portugiesischen Hauptstadt ist zum ersten Mal auch der neue Sonderbeauftragte des Quartetts Tony Blair dabei, vor kurzem noch britischer Regierungschef. Über seine Rolle gab es Unklarheit: Ein Friedensvermittler soll er ausdrücklich nicht sein. Offiziell soll er den Palästinensern beim Aufbau eines Staatswesens helfen und für sie Geld einwerben.

Blair selber zeigt sich mit seiner Rolle zufrieden: Für ihn sei die Lage klar, sagt er. Es gebe das große Ziel, das die ganze Weltgemeinschaft teile: das Ziel der zwei Staaten – ein Israel, das sich sicher fühlen könne, und ein lebensfähiger Palästinenserstaat. Man müsse nun wieder Schwung aufnehmen, das sei das Wichtigste: und dann seien wieder viele Dinge möglich.

Das Treffen des Nahost-Quartetts aus Europäischer Union, Russland, USA und UNO ist das erste, seit im palästinensischen Gazastreifen die radikale Hamas-Partei die Macht übernommen hat. Die westlichen Länder unterstützen seitdem Präsident Machmud Abbas und seine gemäßigte Regierung im Westjordanland, dem zweiten Palästinensergebiet. Am Montag wird Tony Blair dorthin und nach Israel reisen.