Eilmeldung

Eilmeldung

Schwere Vergiftungen nach Phosphor-Brand in der Ukraine

Sie lesen gerade:

Schwere Vergiftungen nach Phosphor-Brand in der Ukraine

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem schweren Phosphor-Unglück in der Ukraine ist die Zahl der Verletzten weiter gestiegen. 152 Menschen wurden nach dem Giftunfall nahe Lemberg in der Westukraine in Krankenhäusern behandelt. Etwa ein Drittel der Verletzten sind Kinder. Sie wurden vor allem wegen Vergiftungssymptomen behandelt.

Zwei Tage nach dem Zugunglück ist umstritten, ob die Bevölkerung in dem betroffenen Gebiet weiterhin gefährdet ist. “Wir untersuchen 5000 Menschen pro Tag in der verseuchten Gegend “, erklärte ein Arzt. “Trotzdem wächst die Zahl der Menschen in den Krankenhäusern.” Bei dem Zugunglück am Montag waren 15 Waggons mit hochgiftigem gelben Phosphor entgleist und teilweise in Brand geraten.

Nach offiziellen Angaben war von dem Giftunfall eine Region von etwa 90 Quadratkilometern betroffen – eine Fläche so groß wie die Insel Sylt. Wie Vize-Ministerpräsident Alexander Kusmuk versicherte, seien Gemüse, Obst, Luft und Trinkwasser in der Region nicht verseucht. Das hätten Wasser-, Boden- und Luftanalysen ergeben. Umweltexperten befürchten jedoch, der Schaden für die Umwelt sei weitaus größer als offiziell bestätigt.

Experten untersuchen, ob ein zu hoher Druck in den Phosphortanks zu dem Unglück führte oder die Bahngleise beschädigt waren.