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Angriff auf Lager von Atomkraftgegnern in Sibirien fordert ein Todesopfer

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Angriff auf Lager von Atomkraftgegnern in Sibirien fordert ein Todesopfer

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In Sibirien ist ein Anti-Atomkraft-Camp von Unbekannten angegriffen worden. Dabei wurde ein Mann wurde getötet. Etwa 20 Umweltschützer hatten aus Protest gegen eine geplante Urananreicherungsanlage eine Art Zeltlager errichtet. Der Polizeichef der Region sagte, die Täter seien keiner extremistischen Gruppierung zu zuordnen. Die Polizei gehe von Rowdytum aus. Es sei gelungen, vier Täter festzunehmen. In den Tagen zuvor hatten die Behörden mehrfach versucht, die Umweltschützer zum Verlassen des Waldgeländes zu bewegen.

Eine Augenzeugin erzählte, dass gegen fünf Uhr morgens Ortszeit mehrere Männer auf die noch schlafenden Umweltschützer eingeprügelt hätten. Sie habe den Eindruck gehabt, die Täter seien aus der rechtsradikalen Szene gekommen. Einigen Lagerbewohnern war es gelungen, in die nächstliegende Siedlung zu entkommen, wo sie Polizei und Rettung alarmierten.