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Brasiliens Präsident verspricht Aufklärung der Flugkatastrophe

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Brasiliens Präsident verspricht Aufklärung der Flugkatastrophe

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Nach dem Flugzeugunglück in Brasilien mit rund 200 Toten ist noch immer kein Ende der Bergungsarbeiten in Sicht. Bis Freitag waren am Unfallort 184 Leichen geborgen worden. Vier weitere Opfer erlagen in Krankenhäusern ihren Verletzungen.
Nach langem Schweigen erklärte Staatspräsident Lula da Silva in einer Fernsehansprache, es gebe nichts um die Verunglückten zurückzubringen. Doch die Regierung werde alles unternehmen, um die Unfallursache zu klären.

Dass der Fehler in der Schubumkehr Hauptursache für die Katastrophe ist, halten Luftfahrtexperten für wenig wahrscheinlich, da Flugzeuge auch ohne die Einrichtung problemlos landen können. Die Unglücksmaschine war mitten in der Millionenmetropole Sao Paulo bei der Landung über die regennasse Landebahn des Flughafens Congonhas hinausgeschossen.

Nach Angaben der Behörden werden die Untersuchungen zur Ermittlung der Unfallursache vermutlich zehn Monate in Anspruch nehmen. Bis heute kann die Zahl der geborgenen Toten nicht genau beziffert werden, die Identifikation der Opfer ist teilweise schwierig. Für Brasilien ist es die schlimmste Flugzeug-Tragödie in der Geschichte des südamerikanischen Landes.