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Italien: Marokkaner sollen Moschee als "Schule des Terrors" missbraucht haben

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Italien: Marokkaner sollen Moschee als "Schule des Terrors" missbraucht haben

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Die italienische Polizei hat in Perugia drei Marokkaner unter Terrorverdacht festgenommen. Dabei handelt es sich um den Imam einer Moschee sowie zwei seiner Mitarbeiter. Außerdem wurden chemische Substanzen sowie Anleitungen zum Waffenbau sichergestellt. Nach einem vierten Marokkaner wird noch gefahndet; zudem laufen Ermittlungen gegen rund 20 weitere Personen, die die Moschee regelmäßig besucht hatten.

In Italien wurden schon in der Vergangenheit Terrorverdächtige in Haft genommen, die meist aus Nordafrika kamen. Die drei Festgenommenen sollen einer Gruppe angehören, die enge Kontakte zum Terrornetzwerk Al-Kaida pflegt. Die Moschee sollen sie als Trainingslager für Terroristen genutzt haben. So wurden Anleitungen zur Steuerung einer Boeing 747 und zur Handhabung von explosiven Materialien gefunden, ebenso Anweisungen, wie man sicher in Konfliktzonen gelangen könne. Auf Videos werde dokumentiert, wie die Verdächtigen Moscheebesucher in der Anwendung von Kampftechniken und der Nutzung von Waffen unterrichtet hätten, hieß es. Die italienische Justiz prüft nun, ob es Verbindungen zu den jüngsten Terroranschlägen in Großbritannien gibt. Der italienische Innenminister Giuliano Amato sagte, die mögliche Nutzung einer Moschee durch Extremisten zeige, dass es nötig sei, auch religiöse Treffpunkte zu überwachen.