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Schicksal der beiden deutschen Geiseln in Afghanistan unklar

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Schicksal der beiden deutschen Geiseln in Afghanistan unklar

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Um das Schicksal der beiden von den Taliban entführten Deutschen in Afghanistan herrscht Verwirrung. Nach Informationen des Ersten Deutschen Fernsehens (ARD) und des afghanischen Außenministeriums soll einer der beiden am Leben sein. Der zweite sei am Freitag gestorben. Jedoch sei er nicht exekutiert worden. Er habe eine Herzattacke erlitten. Ein Sprecher der Taliban hatte zuvor mitgeteilt, die beiden am Mittwoch entführten Deutschen seien erschossen worden, nachdem die deutsche Regierung nicht auf Ultimaten der Islamisten reagiert habe.

Auch Südkorea bangt um seine Landsleute, die von den Taliban verschleppt wurden. Es handelt sich um eine Gruppe christlicher Gemeindemitglieder, die in Afghanistan Entwicklungsarbeit leisten wollten. Unter den 18 entführten Südkoreanern sind den Angaben zufolge 13 Frauen. Die Taliban verlangen, dass Südkorea seine 200 Soldaten sofort abzieht. Anderenfalls würden die Geiseln getötet. Die Regierung in Seoul signalisierte, sie sei zu Verhandlungen mit den Taliban bereit. Südkoreanische Diplomaten sind in Afghanistan eingetroffen, um sich direkt vorort um eine Freilassung zu bemühen. Der südkoreanische Präsident Roh hatte die Kidnapper im Fernsehen aufgefordert, nicht das Blut Unschuldiger zu vergießen.