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Parlamentswahlen in der Türkei

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Parlamentswahlen in der Türkei

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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat bei den Parlamentswahlen seine Stimme in Istanbul abgegeben. Insgesamt entscheiden heute 42,5 Millionen Stimmberechtigte darüber, ob der Ministerpräsident mit der islamisch geprägten AKP weiterregieren kann oder die Macht abgeben muss. Umfragen zufolge hat die AKP aber beste Aussichten mit rund 40 Prozent ihren Stimmenanteil noch zu steigern. Damit könnte sie erneut stärkste Kraft im Parlament werden.

In der türkischen Hauptstadt Ankara hat unterdessen der Chef der sozialdemokratischen CHP Deniz Baykal gewählt. Der Widereinzug seiner republikanischen Volkspartei ins Parlament gilt als sicher. Im Moment ist die CHP stärkste Oppositionskraft. Insgesamt stehen 14 Parteien und mehrere 100 unabhängige Kandidaten zur Wahl. Die künftige Sitzverteilung im Parlament hängt davon ab, wieviele Parteien den Sprung über die hohe Zehn-Prozent-Hürde schaffen.

Die Neuwahlen sollen der Türkei einen Weg aus der politischen Krise weisen. Sie waren angesetzt worden, nachdem Erdogan im Mai bei der Wahl zum Staatspräsidenten mit seinem Kandidaten, Außenminister Abdullah Gül, gescheitert war.