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EU für mehr Produktsicherheit in China

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EU für mehr Produktsicherheit in China

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EU-Verbraucherschutzkommissarin
Meglena Kuneva will in China gegen schmorende Bügeleisen, fusselnde Plüschtiere oder
giftige Zahnpasta vorgehen, die als Exportgüter auch in Europa gelandet sind.

Jedes zweite Produkt, das im vergangenen Jahr in Europa beanstandete wurde, stammte aus China.

Jüngst war gefährliche Import-Zahnpasta in Spanien, Portugal, Italien und Rumänien entdeckt worden. Zuvor war in gefälschter “Colgate”-Zahncreme das
gesundheitsschädliche Lösungsmittel Diethylenglykol gefunden worden. Hunderttausende Tuben wurden aus dem Verkehr gezogen.

Meglena Kuneva: “Ja, es gibt schon einen Trend zur Verbesserung. Aber genauso wahr ist, dass wir noch weitere Marktreformen erwarten, vor allem bei den Sicherheitskontrollen. Denn selbst wenn nur ein Prozent der Importgüter von minderer Qualität ist, bedeutet das eine Gefahr für die europäischen Konsumenten, wie übrigens auch für die chinesischen.”

China hat auf die jüngsten Skandale reagiert: 14 Unternehmen verloren ihre Ausfuhrerlaubnis.

Zu den beanstandeten Produkten gehörten eingelegte Meeresfrüchte oder Obst mit unzulässigen Mengen an Schwefeldioxid oder schädlichen Bakterien.

China exportierte im vergangenen Jahr Waren im Wert von insgesamt 191 Milliarden Euro in
die EU-Staaten und erzielte damit im Handel mit der Gemeinschaft einen Überschuss von 128 Milliarden Euro.