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EU will Beziehungen mit Libyen verbessern

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EU will Beziehungen mit Libyen verbessern

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Nach der Rückkehr der fünf Krankenschwestern und eines Arztes nach Bulgarien bemüht sich die Europäische Union um eine Verbesserung des Verhältnisses zu Libyen. An Bord einer Maschine des französischen Staatspräsidenten trafen die Rückkehrer in Sofia ein – nach acht Jahren Haft in Libyen. Nach der Landung wurden sie von ihren Angehörigen begrüßt.
Die Ehefrau des französischen Staatspräsidenten, Cecilia Sarkozy, und die Außenkommissarin der Europäischen Union, die Österreicherin Benita Ferrero-Waldner, hatten die Krankenschwestern und den Arzt in Libyen abgeholt. Ihnen war vorgeworfen worden, ín einem Krankenhaus 400 libysche Kinder absichtlich mit dem AIDS-Erreger infiziert zu haben. Obwohl renommierte Wissenschaftler die Anschuldigungen widerlegten, wurden die Angeklagten zum Tode verurteilt. Erst nach langen Verhandlungen wurde die Höchstrafe in lebenslange Haft umgewandelt; dann wurden die Verurteilten ausgeflogen. Noch auf dem Flughafen von Sofia wurden die Rückkehrer vom bulgarischen Präsidenten begnadigt.