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Libyen auf dem Weg zurück in die internationale Gemeinschaft

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Libyen auf dem Weg zurück in die internationale Gemeinschaft

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Acht Jahre dauerte die Odyssee der fünf bulgarischen Krankenschwestern und des palästinensisch-stämmigen Arztes, der inzwischen ebenfalls die bulgarische Staatsbürgerschaft erhalten hat. Im Jahr 1999 waren sie festgenommen worden, sie sollten vorsätzlich 400 libysche Kinder mit dem HI-Virus angesteckt haben. Experten machten jedoch die mangelhafte Hygiene in der Klinik in Bengasi für die Infektionen verantwortlich. Libyens Staatschef Muammar Gaddafi. Will er nun zurück in die internationale Gemeinschaft? Seit Jahren schon gibt er sich Mühe, wieder eine Rolle in der Welt zu spielen. Nach Libyen gereist waren zuletzt auch EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner und Cécilia Sarkozy, die Frau des französischen Präsidenten.

Jetzt erreichte die Gaddafi-Stiftung seines Sohnes eine Einigung mit den Familien der Kinder, die für jedes infizierte Kind eine Entschädigung von 725.000 Euro erhalten. Die Hintergründe der Einigung bleiben zunächst unklar. Klar ist, dass Libyen ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union wünscht. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier stellte jedenfalls schon einmal klar, dass mit der Freilassung der Grundstein für ein neues Verhältnis zur EU gelegt sei. Nun könnten die Vereinbarungen, die unter deutscher Ratspräsidentschaft mit Libyen getroffen worden seien, umgesetzt und der EU-Aktionsplan für Bengasi fortgeführt werden, damit den kranken Kindern dieser Stadt die dringend benötigte Hilfe zukomme.