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Polen und Balten machen weiter gegen Ostsee-Pipeline mobil

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Polen und Balten machen weiter gegen Ostsee-Pipeline mobil

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Im Streit um den Bau der Ostsee-Pipeline versuchen Polen und die baltischen Staaten weiterhin, eine Umleitung auf den Landweg durchzusetzen. Sie forderten nun in einem Brief die EU-Kommission auf, entsprechenden Druck auf die Regierungen in Berlin und Moskau auszuüben. Die weit über tausend Kilometer lange Gasleitung vom Sankt Petersburger Hafen Wyborg bis nach Greifswald verläuft zum größten Teil unter dem Meer. Polen und das Baltikum warnen, dass beim Bau chemische Waffen und andere gefährliche Rückstände aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg eine Umweltkatastrophe auslösen könnten.

Eine Pipeline über Land würde ihnen jedoch auch Transitgebühren einbringen. Die Gasleitung, deren Bau im Dezember 2005 begonnen wurde, war von Anfang an umstritten, auch in Skandinavien regte sich Kritik. Sie ermöglicht Russland einen direkten Transport nach Deutschland und Westeuropa unter Umgehung der ehemaligen Ostblockstaaten, zu denen das Verhältnis politisch angespannt ist. In drei Jahren sollen über 27 Millionen Kubikmeter Gas Richtung Westen fließen, später soll die Kapazität verdoppelt werden.