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Trauer um polnische Opfer des Busunglücks

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Trauer um polnische Opfer des Busunglücks

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Die Flaggen wehen auf Halbmast, drei Tage lang herrscht in Polen Staatstrauer, nach dem schweren Busunglück in den französischen Alpen. Bei einer Messe in Warschau gedenkt auch die Führung des Landes der Opfer. Deren Familien wurde Geld zur Unterstützung zugesagt. 26 Polen starben am Sonntag bei dem Unglück, fast noch einmal so viele wurden verletzt; zwei von ihnen sind noch in kritischem Zustand.

Ihr Bus kam gerade aus einem katholischen Wallfahrtsort und fuhr kilometerlang eine stark abschüssige Straße hinunter. In einer scharfen Kurve stürzte er etliche Meter in die Tiefe und brannte aus. Die Unglücksursache steht noch nicht fest; die französischen Ermittler gehen aber von einem Bremsversagen aus.

Der zuständige Staatsanwalt von Grenoble sagt, vier Motorradfahrer seien dem Bus eine Weile gefolgt. Nach ihren Aussagen sei der Bus etwa siebzig Stundenkilometer gefahren; man überprüfe das aber noch. Hinten am Bus hätten sie Funken gesehen. Ein Zeuge habe auch ausgesagt, die Bremslichter hätten die ganze Zeit geleuchtet.

Tempo siebzig – das wäre viel zu schnell gewesen; und verboten war die Strecke für Busse und Lastwagen sowieso, seit mehreren schlimmen Unfällen in den siebziger Jahren. Warum der Busfahrer das Verbot missachtete, ist unklar. Er selbst ist tot, der zweite Fahrer schwer verletzt und vernehmungsunfähig.