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Frankreich verspricht Libyen angeblich militärischen Schutz

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Frankreich verspricht Libyen angeblich militärischen Schutz

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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat Libyen angeblich militärischen Schutz im Angriffsfall zugesichert: Französischen Medien zufolge wurde dies bei den Verhandlungen über die Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern vereinbart. Sarkozy traf unterdessen mit dem libyschen Staatschef Muammar al Gaddhafi in Tripoli zusammen.

Am Vortag waren die fünf Krankenschwestern und der Arzt nach Bulgarien zurückgekehrt. Zwei der Frauen und der Arzt äußerten sich in Sofia vor den Medien. Zuvor waren die freigelassenen Häftlinge ärztlich untersucht worden. Die bulgarische Regierung sicherte ihnen soziale und psychologische Unterstützung zu.

Eine der Krankenschwestern sagte, ein Gefängnisleiter habe ihr die Freilassung angekündigt. Dies habe sie den Mitgefangenen weitergesagt. Zunächst hätten alle die Zusage bezweifelt, doch dann sei alles ganz schnell gegangen. Den Krankenschwestern und dem Arzt war vorgeworfen worden, sie hätten absichtlich mehr als 400 libysche Kinder mit dem AIDS-Virus infiziert. Renommierte Wissenschaftler hatten dies widerlegt, doch die sechs wurden zum Tode verurteilt. Erst nach langen Verhandlungen wurden die Urteile in lebenslange Haft umgewandelt. Unmittelbar nach der Ankunft in Sofia wurden alle sechs vom bulgarischen Staatspräsidenten begnadigt.