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Hanijeh bietet Israel erneut Waffenruhe an

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Hanijeh bietet Israel erneut Waffenruhe an

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Der ehemalige palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanijeh hat Israel erneut einen dauerhaften Waffenstillstand angeboten. In einem Interview mit EuroNews in Gaza-Stadt sagte Hanijeh, während dieser Waffenruhe könne man mit Israel über offene Fragen verhandeln.

Der Hamas-Führer war von Palästinenserpräsident Mahmut Abbas seines Amtes enthoben worden, sieht sich selbst aber noch als Regierungschef. Die islamistische Hamas steht auf der Terrorliste der Europäischen Union, will nach eigener Darstellung aber indirekte Kontakte zu EU-Spitzendiplomaten unterhalten. Sie erkennt das Existenzrecht Israels nicht an. Gegenüber EuroNews sagte Hanijeh, er sei überrascht darüber, dass Europa, mit dem die Palästinenser traditionell gute Beziehungen unterhielten und historisch gewachsene gemeinsame Interessen hätten, Gefangene amerikanischer Entscheidungen und Interessen geblieben sei. Leider sehe Europa nicht, was sich wirklich vor Ort in den Palästinensergebieten ereigne. Wahrscheinlich sehe es nur mit einem Auge und höre nur einer Darstellung der Dinge zu. Bislang bestand die Hamas auf das, was sie als “Recht auf Widerstand gegen die israelische Besatzung” bezeichnet. Auf die Frage, ob die Hamas bereit sei, Israel anzuerkennen, antwortete Hanijeh, Israel müsse zunächst die Hamas anerkennen. Die Hamas habe bereits mitgeteilt, sie sei zu einem dauerhaften Waffenstillstand mit Israel bereit. Eine Waffenruhe von 10, 20 Jahren mit dem Ziel, einen palästinensischen Staat aufzubauen, der in den Grenzen von vor 1967 liegen müsse. Während dieses Waffenstillstandes sei es möglich, mit Israel über offenstehende Fragen zu verhandeln, wenn die israelische Seite eine echte Bereitschaft zu solchen Gesprächen zeige. EuroNews sendet das Interview mit Ismail Hanijeh in ganzer Länge an diesem Mittwochabend von 20.15 Uhr an.