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Italien-Urlauber flüchten vor Waldbränden


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Italien-Urlauber flüchten vor Waldbränden

In mehreren Gegenden Italiens toben Waldbrände. Besonders betroffen ist die Region Apulien im Süden des Landes. Vier Menschen sind in den Flammen bisher ums Leben gekommen. Zwei von ihnen verbrannten in ihrem Auto, zwei weitere erstickten im Rauch.

Vor allem im Badeort Peschici an der Adria sind viele Urlauber von den Waldbränden eingeschlossen. Mit Booten wurden Tausende in Sicherheit gebracht. In der Nähe mussten vier Zeltplätze evakuiert werden. Aber auch Kritik am Rettungseinsatz wird laut.

Eine gerettete Urlauberin sagt: “Nur wie durch ein Wunder sind wir noch am Leben, nicht wegen der Rettungskräfte. Drei Stunden lang haben wir im Wasser gewartet; zum Glück war die See ruhig. Den Kleinen musste ich die ganze Zeit im Wasser hochhalten.”

“Sowas habe ich noch nie erlebt,” schildert ein anderer. “Keiner, der einen da rausholt. Wir sind doch hier in einem europäischen Land, aber sowas habe ich noch nie erlebt, noch nie.”

Nach Angaben der Behörden wurden die Brände vermutlich gelegt. Oft werden in Italien geschützte Wälder so abgebrannt, um illegales Bauland zu bekommen. Auch weggeworfene Zigaretten sind aber häufig die Ursache.

Feuer wüten zum Beispiel auch in Umbrien oder auf den Inseln Sizilien und Sardinien. Betroffen ist ebenfalls die berühmte Amalfiküste, ein Weltkulturerbe. Schwere Brände wüteten auch in Castel Gandolfo bei Rom, wo der Papst seinen Sommersitz hat.

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