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Themse steigt bei Oxford weiter an

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Themse steigt bei Oxford weiter an

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Sinkende Pegelstände haben in Englands Katastrophengebieten viele Menschen aufatmen lassen. Unterdessen schwoll die Themse in Zentralengland aber weiter an. Die Fluten überraschten in der Nacht die Universitätsstadt Oxford, wo das Hochwasser bis in die Innenstadt vordrang. Hier war seit Beginn der Woche nicht mehr mit einem Anstieg des Wassers gerechnet worden.

Nach Angaben der örtlichen Behörden mussten in der Nacht etwa 250 Anwohner in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr versuchte, ein Elektrizitätswerk vor den Fluten in Sicherheit zu bringen. Sie schloss Stromausfälle in vielen Haushalten nicht aus. Robert Runcie von der Umweltbehörde sagte, die Flut in Oxford sei durch die vielen Nebenflüsse verursacht worden, die in die Themse flössen. Man müsse sich das so vorstellen, wie bei einer Autobahnzufahrt. Wenn die Autobahn voll sei, könne man sich nicht einfädeln; ähnlich sei das mit den Nebenflüssen, die bei Oxford ihren Weg in die Themse suchten.
Viele Anwohner waren verärgert, sie hatten mit dem Hochwasser nicht gerechnet. Das Haus mancher Familien steht schon zum zweiten Mal unter Wasser. Die britische Regierung erhöhte die zugesagte finanzielle Hilfe für die betroffenen Regionen um rund 15 Millionen Euro. Nach dem Hochwasser vom Juni waren bereits rund 21 Millionen Euro bereitgestellt worden.