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USA: Illegale erhalten Papiere, bleiben aber illegal

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USA: Illegale erhalten Papiere, bleiben aber illegal

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In den Vereinigten Staaten haben erstemals illegale Einwanderer Papiere erhalten. Als erste Stadt führte New Haven im Bundesstaat Connecticut lokale Ausweise ein. Und zwar auch für diejenigen der gut 120,000 Einwohner, die sich nicht legal im Land aufhalten. Bis zu 250 kamen ins Rathaus, um sich registrieren zu lassen. Ihre Zahl wird auf zehn bis fünfzehn Tausend geschätzt.

Einer von ihnen ist Marvin aus Honduras: “Ich habe jetzt einen Ausweis in New Haven, der Stadt, in der ich seit 15 Jahren lebe, sagt er. Es ist großartig. Ich habe hier meine Familie, mein Haus – alles!” Doch nicht alle sind begeistert: Die illegalen Papiere würden “die Amerikaner betrügen”, finden einige Dutzend Demonstranten. Sie fürchten, dass die Regelung weitere illegale Einwanderer anzieht.

Mit der neuen Karte können alle Einwohner New Havens Parks und Bibliotheken benutzen oder Bankkonten eröffnen. Von einer Legalisierung des Status der Illegalen, wie es ein im Kongress gescheitertes Gesetz vorsieht, ist der Ausweis aus New Haven aber noch weit entfernt.