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Kaum Entspannung bei Hochwasser in England

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Kaum Entspannung bei Hochwasser in England

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Genug haben diese Leute, genug vom derzeitigen Hochwasser in England, genug von den Reaktionen der Politiker. Hier in Oxford sind jetzt die Fluten der Themse angekommen. Für die Demonstranten ist klar, dass das nicht einfach nur eine Überschwemmung ist. “Wir müssen den Klimawandel angehen,” sagt einer, “in diesem Land und weltweit.” Und: “Das wird wohl jetzt häufiger passieren,” meint diese Frau; “es muss sich grundlegend was tun gegen den Klimawandel.” Betroffen ist vor allem ein Stadtteil direkt am Fluss. Gut zweihundert Häuser wurden geräumt. Heute wird das Hochwasser Henley und Reading erreichen; die meisten weiteren Orte flussabwärts nach London sind durch Deiche geschützt. Im Westen Englands, am Fluss Severn, sinkt das Wasser – aber nur sehr langsam, auch heute wird es wieder regnen. Viele Haushalte haben inzwischen wieder Strom, aber nach wie vor fehlt Trinkwasser für weit über dreihunderttausend Menschen; und das wird wohl noch zwei Wochen so weitergehen. “Wir wollen jetzt sehen, dass die Wasserversorger ganz schnell was unternehmen,” sagt Regierungschef Gordon Brown. “Vorerst schicken wir aber mehr Tankwagen und mehr Wasserbehälter. Die werden dann dann auch öfter nachgefüllt, und wir stellen noch zusätzlich mehr Wasser in Flaschen bereit.” Die Regierung hat den betroffenen Gegenden vollständige Entschädigung versprochen. In den nächsten Jahren will sie auch mehr für den Hochwasserschutz ausgeben. Brown bestritt aber den Vorwurf, dass in den letzten Jahren nicht genug vorgesorgt worden sei.