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Ungewissheit über Geiseln in Afghanistan

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Ungewissheit über Geiseln in Afghanistan

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Eine der südkoreanischen Geiseln in Afghanistan ist inzwischen tot – soviel steht fest. Das Schicksal von acht weiteren ist dagegen unklar: Nach Berichten aus Südkorea wurden sie im Austausch gegen gefangene Taliban-Rebellen freigelassen. Sowohl afghanische Behörden als auch die Taliban bestreiten das aber. Die getötete Geisel wurde in der Provinz Ghasni gefunden, wo die Gruppe von 23 Südkoreanern vor einer Woche auch entführt worden war. Die Geiseln gehören einer christlichen Freikirche an. Die meisten sind Ärzte und Krankenschwestern, die in Afghanistan helfen wollten.Teilnehmer einer Mahnwache in Seoul forderten neben ihrer Freilassung auch den Abzug der zweihundert südkoreanischen Soldaten aus Afghanistan. Laut Regierung ist das zum Jahresende aber ohnehin geplant. Inzwischen bemüht sich Deutschland weiter um die Freilassung eines entführten Ingenieurs in Afghanistan. Ein Kollege von ihm war in der Geiselhaft gestorben – oder umgebracht worden. Die Leiche traf gestern abend in Deutschland; eine Obduktion soll heute Klarheit bringen. Berichte über die Verschleppung eines deutschen Journalisten haben sich inzwischen als falsch herausgestellt. Der entführte Reporter war ein Däne afghanischer Abstammung und kam nach kurzer Zeit wieder frei.