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Intel droht eine Strafe in Milliardenhöhe

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Intel droht eine Strafe in Milliardenhöhe

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Wegen des Verdachts des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung hat die Europäische Kommission gegen den Chip-Weltmarktführer Intel ein Verfahren eingeleitet. Dem US-Unternehmen wird vorgeworfen, den ebenfalls in Kalifornien ansässigen Mitbewerber AMD mit illegalen Praktiken vom Markt für Computer-Prozessoren ferngehalten zu haben. Die Kommission habe sich darum bemüht, die Folgen zu ermitteln, die das Verhalten Intels für einen Mitbewerber habe, so ein Sprecher der Kommission. Für den Wettbewerb, die Verbraucher und Käufer von Computern seien diese äußerst negativ. Intel beherrscht mehr als 82 Prozent des Marktes für Computerprozessoren, AMD nur 16,6 Prozent. Die Kommission, die in der EU auch oberster Wettbewerbshüter ist, wirft Intel unter anderem vor, Computer-Herstellern Rabatte angeboten zu haben, falls diese die Prozessoren ausschließlich bei Intel kaufen. Auch soll Intel Herstellern von Servern den Hauptprozessor unter den eigenen Kosten geliefert haben. Treffen die Vorwürfe zu, so droht dem Unternehmen eine Strafe von bis zu 2,6 Milliarden Euro.