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Ultimatum zur Freilassung der südkoreanischen Geiseln verlängert

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Ultimatum zur Freilassung der südkoreanischen Geiseln verlängert

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Die radikal-islamischen Taliban haben das Ultimatum zur Freilassung der südkoreanischen Geiseln in Afghanistan bis Freitag Mittag verlängert. Das teilte ein Taliban-Sprecher mit. Die Taliban fordern die Freilassung von inhaftierten Rebellen im Tausch mit den Geiseln. Bei einer Nachtwache in Seoul demonstrierten Anti-Kriegsgegner mit Kerzen für den Abzug der Truppen und die Freilassung der Südkoreaner. Unterdessen hat die Regierung in Seoul ihre Bemühungen um die Rettung der 22 Landsleute intensiviert. Der Gouverneur der Provinz Ghasni unterstrich, ebenfalls durch Gespräche die Freilassung der Geiseln zu erreichen zu wollen. Wenn alle Verhandlungen scheiterten, dann werde man eine entsprechende Entscheidung treffen. Die südkoreanische Regierung entsandte inzwischen den Präsidentenberater für Sicherheitsfragen nach Afghanistan, um die Verhandlungen mit den radikal-islamischen Rebellen fortzusetzen. Die 23 Südkoreaner waren vor einer Woche in der südlichen Provinz Ghasni verschleppt worden. Einer der Entführten ist inzwischen tot. Seine Leiche wies Schusswunden auf. Die Geiseln gehören einer christlichen Freikirche an und wollten in Afghanistan medizinische Hilfe leisten.