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Wald- und Buschbrände in Südeuropa: Tausende Touristen ergreifen die Flucht

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Wald- und Buschbrände in Südeuropa: Tausende Touristen ergreifen die Flucht

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Der Süden Europas wird von verheerenden Waldbränden heimgesucht. In Kroatien mussten Hunderte Touristen die Insel Solta verlassen. Die Flammen vernichteten mehr als 70 Hektar Wald und Gebüsch. Erst nach Tagen brachte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Auch in der Nähe anderer Ferienorte brachen Feuer aus. Nach offiziellen Angaben wurden seit 10 Jahren nicht so viele Brände gezählt.

In Griechenland wüteten rund 200 Wald- und Buschbrände und forderten mindestens vier Menschenleben. Für Zentralgriechenland und die Insel Kefallonia riefen die Behörden den Notstand aus. Dutzende Städte und Dörfer waren ohne Wasser- und Stromversorgung. Im Norden des Peloponnes wurden zahlreiche Häuser ein Raub der Flammen. “Völlige Zerstörung”, seufzt ein Hausbesitzer, “nicht ein Löffel ist übriggeblieben.” Seit Anfang Juni wurden rund 2000 Buschfeuer im ganzen Land gezählt.

Auch Italien blieb nicht verschont. Tausende Campingtouristen im süditalienischen Apulien mussten vor den Flammen fliehen. Insgesamt reisten rund 5000 Menschen aus der Region ab. Nach Einschätzung der Polizei wurden rund 60 Prozent der Brände in Italien gelegt. Teilweise seien Pyromanen am Werk, hieß es, teilweise aber auch Kriminelle und sogar Feuerwehrleute, die auf diese Weise ihren Job sichern wollten. Fünf Brandstifter nahm die Polizei bereits fest.