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Selbstmordanschlag nahe Roter Moschee in Islamabad

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Selbstmordanschlag nahe Roter Moschee in Islamabad

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Ein Selbstmordattentäter hat in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad mindestens dreizehn Menschen mit in den Tod gerissen. Ziel des Anschlags waren offenbar Polizisten, die auf einem belebten Markt aßen. Nach Augenzeugenberichten ging ein junger Mann auf die Beamten zu und sprengte sich in die Luft. Bei der Explosion wurden Geschäfte in der Umgebung verwüstet.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Roten Moschee, die am Freitag wieder geöffnet worden war. Kurz darauf kam es zu Unruhen. Militante Moslems warfen Steine, die Polizei setzte Tränengas ein. Fünf Menschen wurden verletzt, 100 festgenommen.

Die aufgebrachte Menge verjagte den neuen, von der Regierung eingesetzten Imam. Die Gläubigen forderten die Wiedereinsetzung des früheren Moschee-Vorstehers Maulana Abdul Aziz. Er war bei einem Fluchtversuch aus der belagerten Moschee gefasst worden und befindet sich seither in Haft.

Das Militär hatte die Rote Moschee vor gut zwei Wochen erstürmt, nachdem militante Moslems das Gebäude monatelang besetzt gehalten hatten.
Bei der neuerlichen Besetzung der Moschee am Freitag hissten militante Moslems ihre Fahnen und begannen, die vom Militär beige übertünchten Mauern wieder rot anzustreichen.