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Behörden für Massaker von Beslan mitverantwortlich

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Behörden für Massaker von Beslan mitverantwortlich

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Russische Spezialeinheiten sind offenbar mitschuld am blutigen Ende des Geiseldramas von Beslan. Das legt ein Video nahe, das den “Müttern von Beslan” zugespielt wurde. Der Film zeigt, dass die starke Explosion, die die Erstürmung auslöste, nicht im Inneren der besetzten Schule stattfand. Offenbar war von außen geschossen worden. Die russischen Behörden hatten bislang behauptet, eine von den Geiselnehmern gezündete Bombe habe die Detonation verursacht.

“Die Mütter von Beslan” schauten sich das Video gemeinsam in einem Kulturzentrum an.

Lange hätten sie versucht, die Ursache der Explosion herauszufinden, sagt Susanna Dudiyeva, die Vorsitzende der Opfvereinigung. Das ihnen anonym zugegangene Video beweise nun, dass sie außen stattgefunden habe

Am 1. September 2004 hatten tschetschenische Separatisten eine Schule in Beslan in der russischen Teilrepublik Nordossetien besetzt.

Die Terroristen lehnten die Lieferung von Wasser und Essen ab und begannen, Geiseln zu erschießen.
Am dritten Tag kam es beim Abtransport der Leichen zu einer Explosion. Daraufhin stürmten russische Einheiten die Schule.

Von den über 1300 Geiseln starben nach offiziellen Angaben 331, die Hälfte von ihnen Kinder.

Die Mütter von Beslan hatten den russichen Behörden wiederholt vorgeworfen, die wahren Vorgänge bei der Erstürmung zu verschleiern.