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Japans Regierungskoalition verliert Mehrheit im Oberhaus.

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Japans Regierungskoalition verliert Mehrheit im Oberhaus.

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Ministerpräsident Shinzo Abe ist der große Verlierer der Wahlen. Er übernahm noch in der Nacht die Verantwortung für die schwere Niederlage. Abe hat aber auch klargemacht, daß er nicht daran denkt, zurückzutreten. Seine liberaldemokratische Partei LDP konnte, nach Auszählung von 100 der 121 Sitze die zur Wahl standen, lediglich 29 gewinnen. Der kleinere Koalitionspartner – die Komeito-Partei – errang sogar nur sechs Sitze. Skandale von Kabinettsmitgliedern und Millionenverluste bei Rentenkonten, machte der Regierungskoaltion zu schaffen. Dazu der Wahlkampfmanager

SOT 0.37 – 0.48
“Wir hatten heftigen Gegenwind wegen der Skandale. Die Wähler haben uns eine Lektion erteilt.”

Die oppositionellen Demokraten, die DPJ, sind die großen Wahlsieger. Sie erhalten, nach der bisherigen Auszählung, 55 der 121 Sitze. Damit sind sie stärkste Partei in der zweiten Kammer.
Das ist nicht das Ende von Shinzo Abe. Im politisch bedeutsameren Unterhaus, behält die
Regierungskoalition ihre Zwei-Drittel-Mehrheit.
Abe plant nach der Wahlniederlage eine Kabinettsumbildung.
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