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Brown besucht Bush

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Der britische Premierminister Gordon Brown ist zum Antrittsbesuch bei US-Präsident George W. Bush eingetroffen. Zu der zweitätigen Visite brachte er David Miliband mit. Obwohl sich der Außenminister privat als Irakkrieg-Gegner gezeigt haben soll, werden für die Gespräche auf Camp David keine Kontroversen erwartet. Britische Zeitungsberichte, wonach Brown Pläne für einen Truppenabzug aus dem Irak im Gepäck habe, wurden noch vor Reiseantritt dementiert. Und so wird Bush es ihm nicht verübeln, dass sich der Brite für den Besuch beim “engsten Verbündeten” einen Monat Zeit ließ.

Neben dem Irak soll es nach Angaben des Weißen Hauses auch um die Lage in Afghanistan und im Nahen Osten, sowie um den Atomkonflikt mit dem Iran gehen. Außerdem soll die Krise in der westsudanesischen Region Darfur zur Sprache kommen. Nach britischen Angaben will Brown seinen Fünf-Punkte-Plan vorstellen, den er bereits mit Paris abgestimmt hat. Einzig beim Thema Klimaschutz könnten die beiden in unterschiedliche Richtungen steuern. Persönlich wird Brown aber vor allem versuchen, nicht mehr als Bushs “Pudel” zu gelten – die britischen Medien hatten so die Washington-Treue seines Vorgängers Tony Blair verhöhnt.