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Gbagbo erstmals seit fünf Jahren im Rebellengebiet

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Gbagbo erstmals seit fünf Jahren im Rebellengebiet

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Der Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, ist erstmals seit fünf Jahren zu einem Besuch ins Rebellengebiet im Norden des Landes gereist. Am Flughafen von Bouaké empfing ihn der frühere Rebellenchef Guillaume Soro. Der einstige Erzfeind Gbagbos ist inzwischen Ministerpräsident der Elfenbeinküste. Gbagbo sagte, er sei glücklich, dass das Land seine Einheit wiedererlangt habe. Das sei es, was er sich gewünscht habe. Am Montagnachmittag fand im Stadion von Bouaké eine Zeremonie statt, bei der symbolisch die Waffen des Bürgerkrieges verbrannt wurden. Aus der Hauptstadt Abidjan reisten auch Vertreter der sogenannten “Jungen Patrioten”, der militanten Unterstützer Gbagbos, an. Ble Goude ist einer von ihnen. Vor allem sei das hier ein Symbol dafür, dass ein afrikanisches Land eine Lösung für sein Volk gefunden habe, sagt er: “Wir freuen uns, weil wir wollen, dass das ein Beispiel für Afrika wird.” Die Konfliktparteien schlossen im März dieses Jahres einen Friedensvertrag und bildeten eine Koalitionsregierung. Noch sind aber nicht alle Probleme gelöst; erst Ende Juni wurde ein Anschlag auf Regierungschef Soro verübt. Anfang 2008 wird ein neues Parlament gewählt.