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Neues Ultimatum der Taliban für die südkoreanischen Geiseln

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Neues Ultimatum der Taliban für die südkoreanischen Geiseln

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Im afghanischen Geiseldrama haben die Taliban ein letztes Ultimatum gestellt. Bis Montagvormittag soll die Regierung in Kabul der Freilassung acht inhaftierter Rebellen zustimmen. Andernfalls würden die Geiseln getötet, so ein Taliban-Sprecher. Die Regierung in Kabul schließt eine gewaltsame Befreiung nicht mehr aus. Ohne Ergebnis blieben bislang die verschärften Kontrollen in der Region Ghazni, wo die Gruppe von 23 Südkoreanern vor knapp zwei Wochen entführt worden war. Viele von ihnen sind Ärzte und Krankenschwestern, die in Afghanistan helfen wollten.

Zurückgewiesen haben die Taliban die Aufforderung des Papstes, die Geiseln freizulassen. Benedikt XVI solle zunächst die zivilen Opfer verurteilen, die die Angriffe der internationalen Truppen immer wieder forderten. Beim Angelus-Gebet in Castel Gondolfo hatte der Papst die Geiselnahme als menschenunwürdig kritisiert.

In der südkoreanischen Stadt Seongnam, einem Vorort von Soeul machen sich die Angehörigen große Sorgen. Eine Geisel hatte am Telefon berichtet, dass sie sehr erschöpft seien. Sie würden in mehreren Gruppen gehalten. Immer wieder müssten sie ihre Verstecke wechseln.

Aus Berlin heißt es unterdessen, die Verhandlungen um die Freilassung des deutschen Bauingenieurs kämen langsam voran. Offenbar haben die Geiselnehmer kriminelle und keine politischen Motive.