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Weißrussischer Schuldenberg bleibt bestehen

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Weißrussischer Schuldenberg bleibt bestehen

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Nach der Gaskrise haben sich Moskau und Minsk auf keinen Weg aus der weißrussischen Verschuldung einigen können. Ein Treffen zwischen den Ministerpräsidenten Michail Fradkow und Sergej Sidorski verlief ergebnislos. Dabei ging es um einen Kredit von knapp 1,1 Milliarden Euro für Minsk, um die russischen Gaslieferungen zu bezahlen. Weißrussland schuldet Russland etwa 365 Millionen Euro. Eine Frist war bereits Ende Juli verstrichen.

Die russischen Energielieferungen führen durch weißrussisches Gebiet. Gleichzeitig hängt Minsk selbst in großen Mengen von russischem Öl-, Gas- und russischer Elektrizität ab. Zu Jahresbeginn hatte Russland den Gastarif für Weißrussland von 33 Euro 50 auf 73 Euro pro 1000 Kubikmeter erhöht. Der EU verkauft Russland die gleiche Menge Gas für 180 Euro – 2,5 Mal soviel wie Minsk. Derzeit wird zwischen den Konzernen Beltransgas und Gasprom über eine Umschuldung für die weißrussischen Partner verhandelt.