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Die 11jährige Angelica und ihre Mutter Ana

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Die 11jährige Angelica und ihre Mutter Ana

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Cajamarca dürfen vorerst in Belgien bleiben und sind frei. Das hat ein belgisches Gericht entschieden. Die beiden Ecuadorianerinnen sollten abgeschoben werden, befanden sich schon auf dem Weg zum Flughafen. Nun sollen die Umstände ihrer Abschiebehaft geklärt werden. Beide waren am 30. Juni bei einer Routinekontrolle festgenommen worden. Sie leben seit 2003 illegal in Belgien, haben keine Papiere.

Ana Cajamarca ist froh nach Hause zu können. Mutter und Tochter sind während der Haft, misshandelt worden, behauptet ihre Anwältin. Die kleine Angelica ging gemeinsam mit ihren Geschwistern in Belgien zur Schule und hofft nun in Brüssel bleiben zu können. Viele Belgier haben gegen die Abschiebung und die lange Haftdauer protestiert.

Ecuadors First Lady, in Belgien geboren, hat ebenfalls gegen die Umstände der Haft und gegen die Abschiebung protestiert. Sie und Staatspräsident Rafael Correa gehen davon aus, dass die beiden schwer traumatisiert sind. Der diplomatische Konflikt zwingt Belgiens neue Regierung, die Abschiebepraxis und Asylpolitik neu zu überdenken. Noch ist unklar, wie es mit der ecuadorianischen Familie Cajamarca weitergeht.