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Fast 14.000 Menschen auf Gran Canaria und Teneriffa vor Waldbränden in Sicherheit gebracht

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Fast 14.000 Menschen auf Gran Canaria und Teneriffa vor Waldbränden in Sicherheit gebracht

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Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände auf den Kanarischen Inseln hat sich die Lage weiter zugespitzt. Auf Gran Canaria und Teneriffa erreichten die Großfeuer nach Angaben der Behörden einen Umfang von mehr als 30.000 Hektar, das entspricht etwa der Größe einer Stadt wie München. Auf beiden Inseln mussten fast 14.000 Einwohner und Urlauber in Sicherheit gebracht werden. Dutzende Menschen erlitten Rauchvergiftungen und Nervenzusammenbrüche, zwei Soldaten wurden bei den Löscharbeiten verletzt. Auf Gran Canaria brannten etwa 60 Häuser nieder. Mehr als 5000 Menschen flohen vor den Flammen, darunter auch deutsche Urlauber. Die kanarische Regionalregierung bezeichnete die Lage als “dramatisch”. Während Gran Canaria bereits seit dem Wochenende gegen die Feuersbrünste kämpft, war Teneriffa am Montagabend von einem großen Waldbrand erfasst worden. Im Norden der Insel flohen rund 8500 Menschen vor den Flammen, die einige Häuser erfassten. Verletzt wurde niemand. Das Feuer auf Gran Canaria war von einem Forstarbeiter aus Wut über seine bevorstehende Entlassung gelegt worden. Der 37-Jährige sitzt in Haft, ihm drohen zehn Jahre Gefängnis. Umweltministerin Cristina Narbona sagte finanzielle Unterstützung für die Betroffenen zu. Umweltschützer kritisierten, die Behörden hätten viel zu spät reagiert und nicht genügend Mittel zur Verfügung gestellt.