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Russland unterstützt Palästinenserpräsident Abbas

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Russland unterstützt Palästinenserpräsident Abbas

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In Russland bekommt Palästinenserpräsident Machmud Abbas die Unterstützung, die er sich auf seiner Reise erhofft hat: Staatspräsident Wladimir Putin verspricht ihm und seiner gemäßigten Fatah-Bewegung im Westjordanland jetzt Hilfe im Machtkampf mit der radikalen Hamas-Partei, die letzten Monat die Kontrolle im Gazastreifen an sich gerissen hat, dem zweiten Palästinensergebiet. Russland will Abbas zum Beispiel fünfzig Panzerwagen für seine Polizei liefern, dazu weitere Militärtechnik. Außerdem hat es humanitäre Hilfe zugesagt. Man unterstütze die rechtmäßigen Interessen der Palästinenser, sagt Putin; bis hin zu einer Staatsgründung. Und Abbas sei für ihn der rechtmäßige Führer der Palästinenser. Seine Kontakte zur Hamas hat Russland nach eigenen Angaben eingeschränkt. Im Gegensatz zu Europa und den USA sieht Russland die Hamas nicht als Terroristengruppe und hält die diplomatische Verbindung noch aufrecht. Praktisch ist der Gazastreifen aber von der Außenwelt abgeschnitten. Der einzige Weg hinaus ist gesperrt: der Grenzübergang Rafah nach Ägypten. Israel und die USA vermuten aber, dass die Hamas durch Tunnel weiterhin Geld und Waffen bekommt. Diese Durchgänge enden oft versteckt in Rafahs Häusern; Ägypten sieht sich trotz Drucks außerstande, alle Tunnel zu entdecken und zu zerstören.