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USA werben um arabische Verbündete

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USA werben um arabische Verbündete

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Die USA werben erneut um Verbündete unter den arabischen Staaten. Außenministerin Condoleezza Rice ist dazu nach Ägypten gekommen, zu einer Tagung des Golf-Kooperationsrats – hier kann sie gleich acht arabische Außenminister treffen. Es geht zum einen um den amerikanischen Plan für eine Nahost-Friedenskonferenz, zum anderen aber auch um die Lage im Irak. Die USA wollen diese Lage stabilisieren, gegen negative Einflüsse, wie sie aus ihrer Sicht zum Beispiel der Iran ausübt – aber auch Syrien, die libanesische Hisbollah-Partei oder die Terroristen der Al-Kaida.

Als Gegenmittel bringt Rice den Verbündeten umfangreiche Militärhilfe und die Aussicht auf große Waffenlieferungen mit. Wenn der amerikanische Kongress zustimmt, könnten Saudi-Arabien und andere Golf-Staaten bald Waffen für knapp fünfzehn Milliarden Euro kaufen. Um Bedenken in Israel entgegenzukommen, erhöhen die USA gleichzeitig dort ihre Militärhilfe: um fast die Hälfte, auf mehr als zwanzig Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren. Auch Ägypten wird mit milliardenschwerer Militärhilfe belohnt.

In Deutschland sind führende Politiker von SPD und CDU gegen diese Pläne. Außerdem betont das Außenministerium, die Spannungen im Nahen Osten sollten vor allem 6;auf politischem Wege6; abgebaut werden.