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EU besorgt über Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland

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EU besorgt über Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland

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In einem neuerlichen Zahlungsstreit mit Weißrussland will Russland die Gaslieferungen in das Nachbarland ab Freitag um fast die Hälfte reduzieren. Der staatliche russische Gasmonopolist Gazprom sagte, es gehe um 340 Millionen Euro Schulden. Deshalb würden nun Maßnahmen ergriffen. Ein Gazprom-Sprecher erklärte: “Am dritten August werden die Gaslieferungen nach Weißrussland um 21 Millionen Kubikmeter pro Tag zurückgefahren – das entspricht 45 Prozent des täglichen Verbrauchs des Landes. Die Transitlieferungen durch Weißrussland nach Europa werden wir jedoch komplett beibehalten.”
Weißrussland hat mit Russland Gaslieferungen im Umfang von 21,7 Milliarden Kubikmetern pro Jahr vereinbart. Außerdem braucht das Land 21,5 Millionen Tonnen Öl von Russland, und auch bei Strom ist Minsk auf den Nachbarn angewiesen.
Russland wirft Weißrussland vor, aus taktischen Gründen nicht zu zahlen, um einen Preisnachlass zu erzwingen. Die Europäische Union bezeichnete die Lage als ernst. Obwohl Russland die Lieferungen nach Europa zusichert ist Brüssel besorgt, dass Weißrussland für Europa bestimmtes Gas für sich abzweigen könnte.