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Gemeinsame EU-Katastrophenschutztruppe gegen Brand und Überschwemmungen?

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Gemeinsame EU-Katastrophenschutztruppe gegen Brand und Überschwemmungen?

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Angesichts der Brände, die sich durch Südeuropas Wälder fressen, macht bei den Politikern erneut die Idee einer EU-Zivilschutztruppe die Runde. Frankreich, das jährlich im Schnitt 18.000 Hektar Wald durch Feuer verliert, und Griechenland, das auch in diesem Jahr wieder heimgesucht wurde, sprachen sich dieser Woche für verstärkte Zusammenarbeit aus, Umweltkommissar Stavros Dimas forderte gleichzeitig den Aufbau einer ständigen Zivilschutztruppe mit mindestens zehn Löschflugzeugen. Der bestehende Mechanismus unter den Mitgliedsstaaten und Norwegen, Liechtenstein und Island zur gegenseitigen Hilfe bei Bränden oder Überschwemmungen ist an seine Grenzen gekommen. Die EU-Kommission verzeichnete bereits bis Juli fast so viel verbrannte Fläche wie im gesamten Jahr zuvor.

Der Juli sei einer der schlimmsten Monate gewesen und der schlimmste Juli seit Beginn der gemeinsamen europäischen Datensammlung zu Waldbränden, erklärte eine Kommissionssprecherin. Der gemeinsame Katastrophenschutz-Mechanismus, der auch ein Monitoring-Zentrum umfasst, kam nicht nur bei Bränden in Europa, sondern auch beim Tsunami und bei Hurricane Katrina zum Tragen. Während die einen mehr Kooperation fordern, wollen manch andere sich jedoch nicht in nationale Kompetenzen hineinreden lassen.