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Kommission stellt Liste mit Anbietern mit und ohne neuen Roaming-Tarif ins Internet

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Kommission stellt Liste mit Anbietern mit und ohne neuen Roaming-Tarif ins Internet

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Pünktlich zu den Sommerferien kommt immerhin etwa die Hälfte der europäischen Kunden in den Genuss der neuen, niedrigeren Roaming-Tarife für Handy-Gespräche im Ausland: So das erste Ergebnis der Europäischen Kommission, die jetzt eine Liste mit einem Tarifvergleich der Anbieter im Internet veröffentlichte. Die meisten Netzbetreiber haben demnach fristgemäß zum 30. Juli oder schon früher den neuen so genannten Euro-Tarif angeboten. Doch ein paar Schwarze Schafe waren auch dabei, die nicht nachzogen, wenn auch nicht viele: “Wenn Ihnen mehr berechnet wird, als die EU-Gesetzgebung vorsieht, ist das illegal”, bekräftigte ein Kommissionssprecher. “Sie können dann Ihr Geld zurückverlangen und Sanktionen fordern. Jede nationale Regulierungsbehörde hat außerdem das Recht, selbst wirksame, abschreckende Sanktionen gegen Netzbetreiber zu verhängen, und Bußgelder, wenn das nötig ist. Und dies ist keine Empfehlung, keine Leitlinie – dies ist einfach das Gesetz.”

Mit dem neuen Euro-Tarif darf die Minute höchstens 49 Cent bei abgehenden und 24 Cent bei eingehenden Anrufen kosten – plus Steuern. In den kommenden Jahren sollen die Tarife noch weiter gesenkt werden. Die deutschen Anbieter folgten dem EU-Gesetz weitgehend pünktlich. Viele hätten automatisch auf den günstigeren Tarif umgesetllt, hieß es in Brüssel. Den billigsten Tarif ermittelte die Kommission bei einem britischen Betreiber mit gut 31 Cent.