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Libyen verkündet Bedingungen für Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern

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Libyen verkündet Bedingungen für Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern

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Ein Waffengeschäft mit Frankreich und die mögliche Auslieferung eines lybischen Geheimdienstagenten hätten eine wichtige Rolle bei der Begnadigung der bulgarischen Krankenschwestern geführt. Das behautete ein Sohn des Revolutionsführers Muammar Gaddafi gegenüber der Zeitung “Le monde”.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte vergangene Woche mit Libyien eine militärische Zusammenarbeit und den Bau eines Atomkraftwerks vereinbart. Dies war in anderen europäischen Ländern scharf kritisiert worden. Sarkozy wies aber Vermutungen scharf zurück, dass die Waffengeschäfte der Grund für die Begnadigung der Bulgarinnen gewesen sein könnten.

Auch das britische Außenministerium verneinte jeden Zusammenhang zwischen der Befreiung der Krankenschwestern und der möglichen Auslieferung des lybischen Agenten. Der Mann sitzt im Zusammenhang mit dem Flugzeug-Attentat von Lockerbie in einem schottischen Gefängnis. Damals kamen 270 Menschen ums Leben.

Intensive Verhandlungen seitens der Europäischen Union hatten am 24. Juli zur Auslieferung von sechs in Libyen verurteilten Bulgaren geführt. Die ursprünglich zum Tode verurteilten Krankenschwestern und der Arzt waren beschuldigt worden, mehr als 400 lybische Kinder vorsätzlich mit dem HI-Virus angesteckt zu haben.