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Die Libyen-Visite von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy beschäftigt weiter die französische Öffentlichkeit

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Die Libyen-Visite von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy beschäftigt weiter die französische Öffentlichkeit

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Für neuen Wirbel hat die Bestätigung Libyens gesorgt, das Land habe einen Rüstungsvertrag mit EADS unterzeichnet. Für fast 300 Millionen Euro soll der deutsch-französische Konzern Raketen und ein Funksystem liefern. Zuvor hatte Saif al-Islam Gaddafi, der Sohn des libyschen Revolutionsführers, in der Zeitung Le Monde angekündigt, sein Land werde Panzerabwehrrakten von Frankreich kaufen.

Präsidentensprecher David Martinon sagte, es sei nicht seine Aufgabe, sich zu wirtschaftlichen Vorgängen, wie etwa zu dem von EADS geschlossenen Vertrag zu äußern. Sarkozy selbst hatte zuvor dementiert, es habe für die Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern und des Arztes aus libyscher Haft Gegenleistungen gegeben. Das aber werfen ihm Medien und Opposition vor.

Der Vorsitzende der Sozialistischen Partei, Francois Hollande, forderte Transparenz. Er wolle wissen, was für die Freilassung versprochen worden sei. Die Bulgaren waren nach ihrer Heimkehr noch am Flughafen begnadigt worden.

Die geschlossenen Rüstungsverträge sind die ersten mit einem europäischen Land seit der Aufhebung eines Waffenembargos vor drei Jahren.