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Geplante Durchleuchtungspflicht für Import-Container in den USA stößt in Europa auf Kritik

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Geplante Durchleuchtungspflicht für Import-Container in den USA stößt in Europa auf Kritik

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EU-Kommissar Laszlo Kovacs fürchtet Wettbewerbsnachteile für Europas Exporteure und will auch prüfen, ob das Vorhaben gegen die Regeln der Welthandelsorganisation verstößt. Laut dem Gesetz zur Terrorismusabwehr, das der US-Kongress in der vergangenen Woche gebilligt hatte, dürften nur noch Fracht-Container eingeführt werden, die zuvor 100prozentig gescannt wurden. Teuer und aufwendig, klagt der Kommissar, und bemängelt, dass die USA nicht die Pilotstudien abgewartet hätten, die derzeit gemeinsam von Washington und Brüssel dazu durchgeführt würden. Er sieht hohe Kosten für neue Installationen auf Europas Häfen zukommen. Kovacs empfiehlt als Alternative eine Risiko-Analyse zur gezielten Auswahl von Containern, die gefährlich sein könnten, und die dann gescannt werden. Das Gesetz muss noch vom US-Präsidenten unterzeichnet werden und sieht eine Übergangsfrist von fünf Jahren vor: Vielleicht zeigt der europäische Protest bis dahin noch Wirkung…