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Polemik um russische Flagge auf dem Meeresgrund


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Polemik um russische Flagge auf dem Meeresgrund

Ein russisches U-Boot hat den Meeresboden am Nordpol erreicht. Damit will Russland seinen Anspruch auf die Arktis bekräftigen. In einem Behälter brachte die Besatzung die russische Nationalflagge aus unverwüstlichem Titan in die Tiefe und hisste sie auf dem Meeresgrund. Während die dänische Regierung die Aktion als Mediengäg bezeichnete, wurde für den kanadischen Außenminister Peter Mackay kanadisches Territorium verletzt.

“Die kanadische Souveränität in der Arktis steht überhaupt nicht in Frage. Das haben wir deutlich gemacht. Vor langer Zeit haben wir festgelegt, dass das kanadisches Gewässer ist und damit kanadisches Eigentum. Man kann heutzutage nicht herumgehen, und irgendwo eine Flagge aufstellen. Wir sind schließlich nicht im Mittelalter”.

Organisiert wurde die Expedition vom Arktischen und Antarktischen Forschungsinstitut Russlands. Der Expeditionsleiter hatte die Arktis vor der Abreise für russisch erklärt. Moskau begründet seinen Anspruch damit, dass die Arktis zur selben Kontinentalplatte wie Sibirien gehöre. Wichtiger als plattentektonische Überlegungen sind aber sicher die unter dem Nordpol vermuteten Öl- und Gasvorkommen.

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