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Großbritannien: Neuer Fall von Maul- und Klauenseuche - Regierung will Ausbreitung verhindern

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Großbritannien: Neuer Fall von Maul- und Klauenseuche - Regierung will Ausbreitung verhindern

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In Großbritannien ist erneut die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Entsprechende Tests seinen positiv ausgefallen, teilte das staatliche Veterinäramt mit. Das Gebiet im Umkreis von drei Kilometern wurde zur Sperrzone erklärt. Alle Transporte von Wiederkäuern und Schweinen wurden gestoppt. Das Vieh auf dem befallenen Hof nahe Guildford, etwa 45 Kilometer südwestlich von London, soll nun getötet werden. Die Tiere würden geschlachtet und eingeäschert, so Großbritanniens leitende Veterinärin Debby Reynolds. Es werde diesmal keine Scheiterhaufen brennender Kadaver geben. Die Untersuchungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Es würde geprüft, woher das Virus gekommen sei und wie es sich verbeitet habe. Die Maul- und Klauenseuche war zum letzten Mal im Februar 2001 in Großbritannien ausgebrochen. Sie breitete sich auf weite Teile des Landes aus und erreichte auch das europäische Festland. Rund 6,5 Millionen Tiere wurden getötet und verbrannt. Die Kosten der Epidemie werden auf bis zu 12 Milliarden Euro geschätzt. Diesmal will die Regierung eine Ausbreitung unbedingt verhindern. Das Krisenkabinett befasste sich noch am Abend mit dem Ausbruch. Premierminister Gordon Brown – gerade in den Ferien – nahm telefonisch an der Sitzung teil. Er will schnellstmöglich zurück nach London reisen. Auch Umweltministerin Hillarey Henn wird ihren Urlaub abbrechen.