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Serben gedenken Vertreibung aus der Krajina

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Serben gedenken Vertreibung aus der Krajina

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In Belgrad haben Bevölkerung, Politiker und Kirchenvertreter der Vertreibung von bis zu 200-tausend Serben aus der Krajina gedacht. 1995 hatte das kroatische Militär das Gebiet der selbst-ernannten “serbischen Republik Krajina” zurückerobert. Dabei kam es zu völkerrechtswidrigen Übergriffen gegen serbische Zivilisten. So wurden deren Häuser geplündert und zerstört und mehr als 2600 Menschen getötet.

Neben Protestmärschen vor der kroatischen Botschaft wurde ein Gedenkgottesdienst in Belgrad abgehalten, an dem auch Ministerpräsident Vojislav Kostunica teilnahm. Die serbische Führung fordert eine Bestrafung der mutmaßlichen Kriegsverbrecher vor dem UN-Tribunal in Den Haag – vor allem des dort angeklagten kroatischen Generals Ante Gotovina. Der wird in Kroatien dagegen als Nationalheld gefeiert, der die fünfjährige serbische Besatzung beendet hat.