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Ausfuhrstopp für britische Tiererzeugnisse

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Ausfuhrstopp für britische Tiererzeugnisse

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Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in England gilt jetzt ein weitgehender Ausfuhrstopp für Tiererzeugnisse. Betroffen ist fast ganz Großbritannien; nur Nordirland ist von diesem Exportverbot ausgenommen. Der Sprecher der EU-Kommission Philip Tod sagt, mit dieser Ausnahme gelte das ganze Land jetzt als Hochrisikogebiet. Damit seien alle Lieferungen von lebendem Vieh, Frischfleisch und Milcherzeugnissen in andere EU-Länder untersagt. Zwei Rinderherden wurden inzwischen getötet. Landesweit gilt ein Viehtransportverbot. Im Gegensatz zur Epidemie von 2001 ist der Ausbruch diesmal aber offenbar selbstverschuldet. Die Spur des Erregers führt zu zwei Forschungslabors in der Nähe des Ausbruchs. Beide Labors bestreiten aber einen Zusammenhang. Eins von ihnen hat allerdings letzten Monat Impfstoffe hergestellt, mit einer besonderen Form des Erregers. Genau diese Abart wurde auch in den betroffenen Tieren festgestellt – wenn auch in abgeschwächter Form, weil das Virus der Impfstoffherstellung diente. Die Produktion wurde inzwischen unterbrochen.