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Pro-syrische Opposition im Libanon gewinnt Nachwahl in christlichem Wahlkreis

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Pro-syrische Opposition im Libanon gewinnt Nachwahl in christlichem Wahlkreis

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Im Libanon feiert die pro-syrische Opposition einen Wahlsieg: Bei der Nachwahl in Metn nordöstlich von Beirut ging der für einen Christen reservierte Parlamentssitz an den Kandidaten der Partei von Oppositionsführer Michel Aoun. Der bisherige Abgeordnete des Wahlkreises, der christliche Minister Pierre Gemayel, war im vergangenen November erschossen worden. Michel Aoun rief Anhänger und Gegner auf, sich friedlich zu verhalten; er betonte, dass seine Partei den ermordeten Abgeordneten verehrt und geachtet habe: Bei der Wahl sei es um eine politische Linie gegangen.

Bei der Nachwahl hatte auch der Vater des ermordeten Abgeordneten kandidiert: der frühere Staatspräsident Amin Gemayel. Es sei noch zu früh für die andere Seite, einen Sieg zu feiern, sagte er, die Entscheidung liege nun bei der Justiz. Wer jetzt schon feiere, der täusche sich, sagte Gemayel: Den wahren Sieg habe seine Partei errungen. In einer zweiten Nachwahl, die ebenfalls durch einen Mord erforderlich wurde, gewann das Regierungslager einen Sitz, der einem Moslem zusteht. Der Wahlkampf war weitgehend friedlich verlaufen.