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Sarkozy verteidigt Waffengeschäft mit Libyen

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Sarkozy verteidigt Waffengeschäft mit Libyen

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Das Waffengeschäft mit Libyen steht in keinem Zusammenhang mit der Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern und eines Arztes aus libyscher Haft: Dies bekräftige Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy vor Journalisten an seinem Ferienort im US-Bundesstaat New Hampshire.

Seit 2004 gebe es keinerlei internationales Embargo mehr gegen Libyen, sagte Sarkozy: Die Verhandlungen über die Verträge hätten schon vor achtzehn Monaten begonnen, mit Billigung sämtlicher nationaler und internationaler Kommissionen. Die Libyer seien bereit, hunderte Millionen Euro auszugeben, um Fabriken in Frankreich in Gang zu setzen, fügte Sarkozy hinzu, müsse er sich dafür entschuldigen?

Das Waffengeschäft war nach dem Treffen zwischen Sarkozy und dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi bekannt geworden. Gaddafis Sohn Seif al-Islam al-Gaddafi hatte danach erklärt, der Rüstungsvertrag sei im Rahmen der Verhandlungen über die Freilassung der Krankenschwestern vereinbart worden; doch dies wurde später auch in Tripoli dementiert.