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1900 Tote in den Flutgebieten Asiens

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1900 Tote in den Flutgebieten Asiens

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In den Hochwassergebieten Asiens beginnt der Wasserpegel allmählich zu sinken. Nach dem heftigen Monsunregen der vergangenen Wochen ist die Situation in Indien, Nepal und Bangladesch jedoch weiterhin alarmierend. 28 000 Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen. Viele von ihnen haben weder Nahrung noch Trinkwasser. Seuchen und andere Krankheiten breiten sich aus. “Nichts kann uns mehr weggenommen werden,” so ein Betroffener, “alles ist bereits weggespült worden. Selbst unsere Häuser sind zerstört. Die Regierung hilft uns nicht.”

Indien begann unterdessen damit, Notfallpakete in den betroffenen Regionen zu verteilen. Neben dem indischen Staat Bihar ist Bangladesch besonders stark von den Überschwemmungen getroffen. Das Land steht zu 40 Prozent unter Wasser. Hilfsorganisationen stehen vor einer schwierigen Aufgabe: “Gemessen an der Lage der Bevölkerung kann nicht allen geholfen werden,” so ein Sprecher eines Entwicklungsprogramms. “Es gebe einige abgelegene Gebiete, in die weder Regierung noch NGOs vordringen könnten.”

Seit Anfang Juni sind in den Flutgebieten 1900 Menschen in den Fluten ums Leben gekommen. Die Bundesregierung in Berlin stellte am Sonntag Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt, 500 000 Euro für Nahrungsmittel zur Verfügung.