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Neuer MKS-Fall in Großbritannien

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Neuer MKS-Fall in Großbritannien

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In einer weiteren Rinderherde in England ist die Maul- und Klauenseuche aufgetreten. Dieser zweite Ausbruch lag in der Nähe des ersten vom Wochenende, noch innerhalb der Drei-Kilometer-Schutzzone. Auch die rund hundert Tiere dieser Herde wurden getötet; insgesamt sind es jetzt mehr als zweihundert. Roger Pride, der Bauer, auf dessen Hof die Seuche zuerst auftrat, ist erschüttert: “Das ist verheerend,” sagt er; “aber es geht gar nicht so sehr um die Kosten, sondern um unseren Ruf. Zwanzig Jahre hat es gedauert, das alles aufzubauen, und wir haben einen guten Ruf. So etwas kann man sich nur schwer von Neuem erwerben.” Aber natürlich geht es den britischen Bauern auch ums Geld: Zum einen wurden weitgehende Ausfuhrverbote verhängt, wie in die Europäische Union; zum anderen gilt auf der Insel selbst ein Viehtransportverbot, das fast jeder Verwertung des Viehs zur Zeit im Wege steht. Anthony Gibson, der Sprecher des Bauernverbands, sagt: “Es geht jetzt darum, auch die letzten Überreste der Erkrankung auszurotten. Darauf richten sich alle Anstrengungen, denn davon hängt unser Erfolg ab. Wenn wir das schaffen, kann die Landwirtschaft wieder vergleichsweise schnell zum Alltag zurückkehren.”

Anders also als 2001, als sich eine Epidemie im ganzen Land ausbreitete. Rund sieben Millionen Tiere wurden damals getötet, der Schaden ging in die Milliarden. Noch immer laufen die Untersuchungen, ob der Erreger in diesem Fall aus einem Labor in der Nähe kommt. Gleich zwei Labors arbeiten dort mit dem Virus, nur wenige Kilometer entfernt, weil sie zum Beispiel Impfstoffe herstellen. Die Labors bestreiten aber einen Zusammenhang.